Milliarden von der russischen Zentralbank. Deutschland hat Angst vor einem Präzedenzfall für Reparationen

„Rz“ weist darauf hin, dass viele Länder der Europäischen Union Bedenken hinsichtlich der rechtlichen Konsequenzen einer Übernahme russischen Geldes oder zumindest der daraus resultierenden Gewinne äußern. Sie werden auch von der Europäischen Zentralbank (EZB) geteilt.

Wie die Tageszeitung feststellt, sind aus polnischer Sicht jedoch die Gründe für die von der deutschen Regierung geäußerten Zweifel besonders interessant. „Rzeczpospolita“ zitiert eine deutsche Regierungsquelle, die der Financial Times sagte: „Es ist, als würde man die Büchse der Pandora öffnen.“

„Laut dem Gesprächspartner der Zeitung Sollte die EU Gelder der Bank von Russland oder Gewinne aus der Anlage dieser Gelder beschlagnahmen, wäre das ein Präzedenzfall für andere Projekte, etwa die von Polen geforderten Reparationen für Schäden, die im Zweiten Weltkrieg entstanden sind. Ein anderer Beamter sagte einer britischen Zeitung, dass der deutsche Justizminister Marco Buschmann den Fall untersucht habe und zu dem Schluss gekommen sei, dass die Beschlagnahme von Geldern der Bank von Russland aus rechtlicher Sicht unmöglich sei, heißt es.

„Rz“ erinnert daran vor ein paar Tagen Die EZB warnte davor, dass die Beschlagnahmung von Kapital der Bank von Russland die Glaubwürdigkeit des Euro beeinträchtigen könnte.

„Ausländische Zentralbanken, einschließlich Chinas, könnten die Anlage ihrer Reserven in der EU-Währung als riskant erachten, da diese Gelder beschlagnahmt werden könnten. Nach Angaben der EZB unterliegen Gelder der Zentralbanken der Immunität. Zumindest die Gewinne aus der Anlage der Bank.“ „Der Großteil des Geldes Russlands wird verwendet. Die Europäische Kommission arbeitet“, schreibt „Rzeczpospolita“. (BREI)

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Karla Bergmann

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