vielleicht schaffen wir es dieses jahr endlich…

Am 6. Januar ist es genau zwanzig Jahre her, dass Sven Hannawald seinen vierten Wettkampf bei der 50. Vierschanzentournee und der gesamten Serie gleichzeitig gewonnen hat. Es war auch der bislang letzte Triumph des deutschen Vertreters bei diesem prestigeträchtigen Turnier. Am Vorabend der 70. Ausgabe der Veranstaltung gab der Held von vor zwanzig Jahren den Stuttgarter Nachrichten ein ausführliches Interview.

– Als ich auf den Hügel kam, hörte ich von weitem eine Menge von Tausenden von Zuschauern – erinnert sich Hanni. -Die Tribünen jeder Schanze waren randvoll, das Wetter war bei jedem Wettkampf super. Viele Faktoren trugen zum positiven Verlauf dieser Veranstaltung bei. Ich war sehr stolz, ein Teil davon zu sein. Aber es hat mir auch viel interne Arbeit abverlangt. Damals fanden die Wettkämpfe um 14 Uhr statt und einige Fans warteten ab 6 Uhr morgens auf der Schanze. Und die Rede ist vom Winter, als es frostig war. Sie zitterten stundenlang vor Kälte und waren dennoch einfach glücklich. Diesen Leuten musste man etwas zurückgeben.

– Mit meinem Streben nach Perfektion, auch wenn ich kein Sportler geworden wäre, könnte mein Schicksal ähnlich sein – er bezieht sich auf seine gesundheitlichen Probleme. – Vielleicht würde die Beschäftigung in einem beliebigen Berufssektor mit einem Burnout enden. Schließlich war ich schon immer ein ehrgeiziger Mensch mit angeborenem Perfektionismus. Dies ist eine schwierige Situation, in der Sie zu einem bestimmten Zeitpunkt nicht wissen, dass dies ein Problem sein könnte. Damals dachte ich, das sei bei allen gleich. Ich habe alles zusammengefügt, um die Kindheitsträume des kleinen Sven zu erfüllen. Der Preis war hoch. Aber ich bin froh, dass ich das Turnier gewonnen habe. Alles, was eine Nebenwirkung war, wurde im Laufe der Zeit repariert. Manchmal dachte ich: „Komm schon, beruhige dich, mach es zu 80 Prozent.“ Aber ich konnte es nicht. Genau das bin ich: Wenn ich etwas tue, mache ich es richtig oder gar nicht. Aber am Ende habe ich gelernt, dass man sich und seinem Körper nach der Arbeit eine Pause gönnen und sich entspannen muss.

– Ich hoffe natürlich, dass dieses Jubiläum von den deutschen Springern würdig gefeiert wird, vielleicht wird es dieses Jahr endlich gelingen. Lange Zeit hatten wir immer einen Favoriten, vor einem Jahr sogar zwei – Karl Geiger und Markus Eisenbichler. Selbst das war nicht genug. Wäre es diesmal, zum 20-jährigen Jubiläum, gelungen, die Geschichte hätte eine schöne Geschichte geschrieben. Ich hoffe, dass jemand da oben herausfindet, dass wir jetzt an der Reihe sind. Ich weiß, dass in Bischofshofen eine Jubiläumsüberraschung vorbereitet werden soll, aber die Details möchte ich noch nicht wissen. Ich denke, das Programm ist schon vorbereitet, wir werden sehen, wie es ausgeht. Es wird mir bestimmt gefallen und wird mir in Erinnerung bleiben – schloss Adam Małysz‘ großer Rivale von vor Jahren.


Adrian Dworakowski, źródło: Stuttgarter Nachrichten

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Aldrich Sachs

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