Forum Deutscher Katholiken entgegnet Rom, es sei seine Pflicht, auf Veränderungen hinzuweisen

Berlin, 21. Juli. Der Synodale Weg, ein Dialogforum der deutschen katholischen Kirche, hat dem Vatikan am Donnerstag geantwortet, dass er „keinen deutschen Sonderweg“ beschreiten werde, sondern seiner Meinung nach aufzeigen müsse, welche Veränderungen er zur Bewältigung der Krise benötige durch Fälle von Kindesmisshandlung verursacht.

„Wir werden nicht müde zu betonen, dass die Kirche in Deutschland keinen ‚deutschen Sonderweg‘ gehen wird. Wir sehen uns aber in der Pflicht, deutlich zu machen, wo wir Veränderungsbedarf sehen“, heißt es in einer Erklärung von Kirchenpräsidentin Irme Stetter -Karp. .

„Wir spüren bereits, dass die von uns identifizierten Probleme und Fragen weltweit ähnlich sind“, sagte Stetter-Karp in einer Erklärung, die auch von Bischof Georg Bätzing, dem Präsidenten der Deutschen Bischofskonferenz, unterzeichnet wurde.

„Wir möchten Sie auch daran erinnern, dass der Synodale Weg das Ergebnis der Studie ‚Sexueller Missbrauch Minderjähriger durch katholische Priester, Diakone und männliche Ordensleute im Umfeld der Deutschen Bischofskonferenz‘ ist“, heißt es in der Erklärung weiter.

„Wir sind dankbar, dass die Bischöfe und das ZdK (Zentralkomitee der deutschen Katholiken) diesen Weg gemeinsam gehen können und die Unterstützung und tatkräftige Mitarbeit des pilgernden Volkes Gottes haben“, heißt es in dem Text.

Die Unterzeichner der Erklärung erinnern daran, dass „die Beschlüsse der Synodenversammlung von sich aus keine Rechtswirkung haben“, nachdem der Vatikan an diesem Donnerstag gewarnt hatte, dass „der ‚synodale Weg‘ in Deutschland nicht die Macht hat, Bischöfe und Gläubige zu zwingen neue Regierungsformen und neue Formen der Doktrin und Moral anzunehmen“.

Der Vatikan fügte hinzu, dass die deutsche katholische Kirche „die Bischöfe und Gläubigen nicht zwingen kann“, angesichts der Debatte über die Beendigung des Zölibats unter den Geistlichen dieses Landes „die Bischöfe und Gläubigen“ zu neuen Formen der Morallehre zu zwingen, obwohl der Heilige Stuhl das Wort „Zölibat“ nicht erwähnt seine aussage.

Bischof Bätzing hatte sich im vergangenen Februar für die Abschaffung des priesterlichen Zölibats ausgesprochen und gesagt, dass die Existenz verheirateter Priester die Kirche und die Institution Ehe bereichern könne.

„Ich sehe nicht, dass Ehe und Priestertum sich nicht gegenseitig bereichern können“, sagte Bätzing zu Beginn einer Forumssitzung des Synodalen Wegs, die darauf abzielte, Reformen in der Kirche anzustreben.

Das Ende des Zölibats gehört zu den wiederholten Vorschlägen deutscher katholischer Laien, von denen viele auch den Zugang von Frauen zum Priestertum fordern. EFE

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Berthold Baumann

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