Ein Experiment zeigt, was eine Stunde Kontakt mit der Natur mit dem menschlichen Gehirn macht

Ein Artikel, der Anfang dieses Monats in der Zeitschrift erschienen ist Molekulare PsychiatrieZugehörigkeit zur Gruppe Natur, stellt einen Zusammenhang zwischen der menschlichen Gesundheit und dem Kontakt mit der Natur her. Der Studie zufolge kann beispielsweise ein einstündiger Waldspaziergang positive Reaktionen in unserem Gehirn auslösen.

Schon eine Stunde Kontakt mit der Natur löst wohltuende Reaktionen in einem Bereich des menschlichen Gehirns aus, der an der Stressverarbeitung beteiligt ist. Bild: Simona Pilolla –

Wie die Website betont Wissenschaftlicher Alarmhat sich die Menschheitsgeschichte größtenteils in idyllischen Umgebungen entwickelt, mit Savannen und bewaldeten Flusstälern, die seit Millionen von Jahren die Heimat unserer Vorfahren sind. Im Vergleich dazu haben moderne Städte einen neuen Lebensraumtyp mitgebracht, der trotz seiner vielen Vorteile oft unsere psychische Gesundheit beeinträchtigt.

Mehrere Forschungsergebnisse verknüpfen städtische Umgebungen mit einem erhöhten Risiko für Angstzustände, Depressionen und andere psychische Gesundheitsprobleme wie Schizophrenie.

Im Gegensatz dazu weisen andere Studien darauf hin, dass der Besuch bewaldeter Gebiete, auch nur für kurze Zeit, eine Reihe von Vorteilen für die geistige und körperliche Gesundheit bieten kann, darunter niedrigerer Blutdruck, weniger Angst und Depression, bessere Stimmung, größere Konzentration, bessere Schlafqualität, geschärftes Gedächtnis und schnellere Genesung von bestimmten Krankheiten.

Einige Forschungsrichtungen deuten darauf hin, dass die Amygdala, eine kleine Struktur im Zentrum des Gehirns, die an der Stressverarbeitung, dem emotionalen Lernen und der Kampf-oder-Flucht-Reaktion beteiligt ist, bei Störungen bei Landbewohnern weniger aktiviert wird als bei Stadtbewohnern.

Dies bedeutet nicht unbedingt, dass das ländliche Leben diesen Effekt hat. Es kann sein, dass Menschen, die von Natur aus diese ruhigere Persönlichkeit haben, eher auf dem Land leben. Um diese Frage zu verstehen, verwendeten Forscher des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung in Deutschland die funktionelle Magnetresonanztomographie (fMRI).

Nachdem sie 63 gesunde erwachsene Freiwillige für das Experiment ausgewählt hatten, baten die Wissenschaftler die Freiwilligen, Formulare auszufüllen, eine Arbeitsgedächtnisaufgabe zu lösen und sich fMRTs zu unterziehen, während sie Fragen beantworteten, von denen einige darauf abzielten, sozialen Stress auszulösen.

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GPS-Tracking von zwei Teilnehmern während des Experiments: einer ging in der Natur (Grunewald, in Berlin) und der andere in einer städtischen Umgebung (im Bezirk Schloßstraße der deutschen Hauptstadt). Credits: Sudimac, S., Sale, V. & Kühn, S. in Mol Psychiatry

Die Teilnehmer wurden dann nach dem Zufallsprinzip einem einstündigen Spaziergang in einer städtischen Umgebung (einem belebten Einkaufsviertel in Berlin) oder einer natürlichen Umgebung (dem Grunewald, ebenfalls in der deutschen Hauptstadt) zugeteilt.

Sie wurden gebeten, eine bestimmte Route zu nehmen, ohne von ihrer Route abzuweichen oder unterwegs ihr Mobiltelefon zu benutzen. Nach dem Spaziergang hatte jeder Teilnehmer ein weiteres MRT mit einer zusätzlichen stressauslösenden Aufgabe und füllte einen weiteren Fragebogen aus.

Laut den Forschern zeigten MRTs nach einem Waldspaziergang eine verringerte Aktivität in der Amygdala, was die Annahme stützt, dass die Natur wohltuende Wirkungen in Gehirnregionen auslösen kann, die an Stress beteiligt sind. Und dass es anscheinend in nur 60 Minuten passieren kann.

„Die Ergebnisse bestätigen den zuvor vermuteten positiven Zusammenhang zwischen Natur und Gehirngesundheit, aber dies ist die erste Studie, die eine Kausalität beweist“, sagt Umweltneurowissenschaftlerin Simone Kühn, Leiterin der Lise Meitner Environmental Neuroscience Group. am Max-Planck-Institut.

Kühn sagte, dass Teilnehmer, die durch den Wald gingen, auch von mehr Wachsamkeit und mehr Freude am Spaziergang selbst berichteten als diejenigen, die Spaziergänge in der Stadt machten, ein Ergebnis, das sowohl mit Studienergebnissen als auch mit Forschungsergebnissen übereinstimmt. früher.

Bei den Probanden, die in der Stadt spazieren gingen, nahm ihre Amygdala-Aktivität nicht ab, wie bei denen, die in der Natur spazieren gingen, sie nahm auch nach einem einstündigen Aufenthalt in einer sehr städtischen Umgebung nicht zu. besucht.

„Dies ist ein starkes Argument für die salutogene Wirkung der Natur im Gegensatz zu städtischer Exposition, die zusätzlichen Stress verursacht“, heißt es in dem Artikel. Vielleicht ist der Stresseffekt weniger stark oder durchdringend als andere Studien vermuten lassen oder hängt von einigen Faktoren ab, die in dieser Straße in Berlin nicht vorhanden waren.

In jedem Fall liefert die neue Studie einige der eindeutigsten Beweise dafür, dass die stressbedingte Gehirnaktivität durch einen Spaziergang in einem nahe gelegenen Wald reduziert werden kann, genau wie unsere Vorfahren.

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Aldrich Sachs

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