Die französische Marine möchte ihre Beziehungen zu ihrem deutschen Gegenstück stärken, das sich erneut auf die Ostsee konzentrieren wird

Im Vergleich zu ihren Beziehungen zur US-Marine und über die im Rahmen der NATO durchgeführten Übungen hinaus pflegt die französische Marine eher zaghafte Beziehungen zu ihrem deutschen Pendant, der Deutschen Marine, auch wenn letztere gelegentlich eine Fregatte innerhalb der Carrier Battle Group einsetzt [GAN] um den Flugzeugträger Charles de Gaulle gebildet [cela étant, d’autres marines européennes en font autant…, nldr].

Diese Verbindungen hätten jedoch eine andere Dimension annehmen können, wenn Berlin die vier von Paris angebotenen Standard-6-Atlantic-2-Seeaufklärungsflugzeuge akzeptiert hätte, um das deutsch-französische MAWS-Programm aufrechtzuerhalten. [Maritime Airborne Warfare System]jetzt bedroht durch die Bestellung von fünf P-8A Poseidon von der amerikanischen Boeing.

Wie dem auch sei, der Stabschef der französischen Marine [CEMM]Admiral Pierre Vandier, berichtete am 5. Juli über seinen ersten Austausch mit dem deutschen Admiral Jan C. Kaack, der vor mehr als drei Monaten die Zügel der Deutschen Marine übernommen hatte … zeigt keine starke Nähe.

Dennoch sei dieser erste Austausch eine Gelegenheit, „unseren Willen zur Zusammenarbeit zu bekräftigen, sowohl im Training als auch im Einsatz“, sagte Admiral Vandier via Twitter.

Es geht also darum, hochrangige Übungen bei Einsätzen der Carrier Battle Group oder bei „Gebäudewechseln im Betrieb Irini oder UNIFIL“ zu „multiplizieren“.

Zur Erinnerung: Obwohl die französische Marine an der europäischen Marineoperation Irini teilnimmt, die im zentralen Mittelmeer durchgeführt wird, um das von den Vereinten Nationen gegen Libyen verhängte Waffenembargo zu überwachen, ist sie keine Partei der „Maritime Task Force » [MTF] der Interimstruppe der Vereinten Nationen im Libanon [FINUL]anders als die Deutsche Marine, die 2021 das Kommando übernahm.

Diese Zusammenarbeit zwischen der französischen Marine und der Deutschen Marine soll dazu führen, dass deutsche Besatzungen von NH-90-Hubschraubern in Frankreich qualifiziert werden. Darüber hinaus wird die Marineakademie weiterhin Kadetten von jenseits des Rheins willkommen heißen. Zu diesem Thema betonte Admiral Vandier, dass es darum gehe, „eine langfristige gegenseitige Kenntnis mit dem Netzwerk von Offizieren aufrechtzuerhalten, die eine wechselseitige Ausbildung in Frankreich und in Deutschland absolviert haben“.

Abschließend bestätigte der CEMM die „Beteiligung der Deutschen Marine am nächsten Einsatz der Carrier Battle Group“, was seiner Meinung nach „diesen Wunsch verdeutlicht, Synergien zwischen unseren beiden Marinen zu schaffen“.

Das heißt, in a Rede gehalten Anlässlich seines hundertsten Tages als Chef der Deutschen Marine hat Admiral Kaack in der vergangenen Woche seine Prioritäten für die Zukunft skizziert. Und natürlich will er Operationen in der Ostsee sowie solche im Rahmen der NATO hervorheben.

„Manche jungen Offiziere kennen das Seegebiet vor Beirut wie ihre Westentasche, aber sie wissen nicht, wo Svendborgsund und die gefährlichen Untiefen des Kattegats liegen“, bemerkte Admiral Kaack.

Zudem sagte der Chef der Deutschen Marine, er erwarte sich viel von dem Sonderfonds in Höhe von 100 Milliarden Euro, der es ermöglichen solle, die vielen Defizite der Bundeswehr zu beheben. Ihm zufolge werden diese „neuen Mittel eine starke und dauerhafte Marine ermöglichen“, insbesondere mit einer erhöhten Verfügbarkeit von Schiffen und längerfristig einem größeren Format mit zwei U-Booten des Typs 212CD, drei K-130 Korvetten und zwei zusätzliche F126-U-Boot-Fregatten.

Aldrich Sachs

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