Deutsche Unternehmen prangern Apple wegen Monopolstellung an – News

Eine Gruppe deutscher Technologie- und Medienunternehmen hat am Montag eine Kartellbeschwerde gegen Apple wegen einer erweiterten Datenschutzfunktion eingereicht, von der sie sagen, dass sie ihnen Werbeeinnahmen entziehen wird.

„Ich kann bestätigen, dass wir die Beschwerde erhalten haben, die wir jetzt analysieren“, sagte ein Sprecher des Bundeswettbewerbsamts der Nachrichtenagentur AFP.

Unter den Hinweisgebern sind die wichtigsten deutschen Verbände von Zeitungs- und Zeitschriftenverlagen, Computerunternehmen und Werbeagenturen.


Ab dieser Woche verlangt Apple von App-Herstellern, dass sie den Benutzern mitteilen, welche Tracking-Informationen sie sammeln möchten, und um Erlaubnis dazu bitten.

Da jedoch erwartet wird, dass viele Nutzer diese Erlaubnis verweigern, befürchten Unternehmen, dass ihre Werbeeinnahmen darunter leiden.


Weiterlesen: Pandemie: Google startet Kampagne zur Bekämpfung von Fehlinformationen

Der Schritt des amerikanischen Tech-Riesen hat zu einer Kluft mit Facebook und anderen Tech-Konkurrenten geführt, die stark auf digitale Werbung angewiesen sind.

In einer Stellungnahme behaupten die deutschen Verbände, dass Apples sogenannte App Tracking Transparency (ATT) „seine Marktstellung missbraucht und gegen das Kartellrecht verstößt“.


„Mit diesen einseitig ergriffenen Maßnahmen schließt Apple effektiv alle seine Wettbewerber von der Verarbeitung kommerziell relevanter Daten im Apple-Ökosystem aus“, heißt es.

Der Chief Executive Officer von Apple, Tim Cook, verteidigte den ATT kürzlich in einem Interview und erklärte, dass „das Prinzip lautet, dass die Person die Kontrolle darüber haben sollte, ob sie verfolgt wird oder nicht und wer ihre Daten erhält“.

Das Unternehmen sagte am Montag in einer Erklärung, dass die Datenschutzfunktion den Benutzern mehr Auswahlmöglichkeiten bieten und gleichzeitig gleiche Wettbewerbsbedingungen für die Wettbewerber wahren würde.


Clothilde Kopp

„Social-Media-Fan. Bier-Fan. Bacon-Junkie. Stürzt oft hin. Ärgerlich bescheidener Reise-Guru.“