Brutaler Mord im Alentejo erreicht die Seiten der deutschen und englischen Presse – O Jornal Económico

Ein 44-jähriger deutscher Staatsbürger soll in der Gegend von Grândola im Bezirk Setúbal seinen dreijährigen Sohn getötet und anschließend Selbstmord begangen haben, berichtet heute der „Correio da Manhã“. Die Leichen wurden am Sonntagmorgen von Jägern gefunden und der Fall wird von der Justizpolizei (PJ) untersucht.

Die Berichte über das Verbrechen beeindrucken durch ihre Gewalt. Das Kind namens Tasso wurde verkohlt in einem Auto gefunden. Draußen lag sein Vater mit einer Schusswaffe an seiner Seite am Boden.

Clemens Weisshaar (44 Jahre) war als Möbeldesigner bekannt und mit der britischen Modedesignerin Phoebe Arnold verheiratet.

Das Paar lebte in Portugal und begann in diesem Jahr nach Fällen von häuslicher Gewalt, die von der portugiesischen Krankenschwester des Kindes beobachtet wurden, einen Trennungsprozess. Tasso verbrachte ein paar Tage mit seinem Vater. Nachdem der Geburtstermin des Kindes versäumt worden war, hatte die Mutter beim GNR in Grândola Anzeige erstattet.

Angesichts der Nationalität des Paares hat die Nachricht von der Tragödie bereits die britische und deutsche Presse erreicht. Das Paar lebte seit fünf Jahren zusammen und zog während der Pandemie nach Portugal.

In Großbritannien schrieb die „Daily Mail“ über den Fall unter Berufung auf eine anonyme Quelle, die sagte, der deutsche Designer sei während der Beziehung „kontrollierend und aggressiv“ gewesen.

Die Mutter steht „unter Schock und hat mit niemandem außer ein paar Freunden und Familie gesprochen“, so die Quelle.

Die Anwältin der Mutter, Patricia Cipriano, sagte, dass die Mutter „großes Leid“ erleide. Du bist noch nicht in der Realität aufgewacht. Sie glaubt immer noch nicht an seinen Tod. Sie kennt die Umstände seines Todes nicht genau“, sagte der von der britischen Zeitung zitierte Anwalt.

Die in London lebende Mutter von Phoebe Arnold wiederum sagte der „Daily Mail“: „Das ist eine sehr beunruhigende Situation, wir wollen nicht darüber reden.“

Das Paar lernte sich 2016 kennen und verbrachte einige Zeit in New York, Deutschland und dann in Portugal.

Der deutsche Designer hatte ein Büro in Grândola und sein Zuhause in der Region. Nach der Trennung zogen Mutter und Kind nach Lissabon.

Auch die Zeitung „The Sun“ schrieb heute zu diesem Fall und hob dabei Aussagen der Besitzer des Restaurants in der Nähe des Hauses des Paares in der Serra de Grândola hervor, die dachten, der Mann sei mit dem Kind nach Deutschland geflohen. Die Behörden versuchten letzte Woche, sie im Haus zu finden, aber ohne Erfolg.

In Deutschland berichteten mehrere Zeitungen über den Fall unter Berufung auf die portugiesische und britische Presse.

Die „Bild“ weist darauf hin, dass „Phoebe Arnold eine Tragödie erlebt, die ihr das Herz bricht“.

Im Gegenzug schreibt der Bayerische Rundfunk mit Sitz in Bayern über den Fall und erstellt auch ein Profil des genau in diesem Bundesland geborenen deutschen Designers in der Stadt München.

Clemens Weishaar studierte in England am Central Saint Martins College of Art and Design und am Royal College of Art.

Der Designer gründete 2002 sein Büro – Kram/weisshaar – präsent in München und Stockholm. Zu seinen Kunden zählten Adidas, Audi oder Prada. Der Deutsche ließ auch in Ausstellungen im Centre Georges Pompidou in Paris ausstellen.

Phoebe Arnold wiederum war Redakteurin der Modemagazine „Garage Magazine“, „Ponystep“ und „Elle“, zu ihren Kunden zählt die Sängerin Paloma Faith.

Aldrich Sachs

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